Das ist das Setter-Closer-Prinzip und so funktioniert es
Wer heute erfolgreich verkaufen möchte, steht vor einer anderen Herausforderung als noch vor einigen Jahren. Kunden informieren sich selbstständig, vergleichen Anbieter online und treten oft erst dann in Kontakt mit einem Unternehmen, wenn sie bereits einen Großteil ihrer Kaufentscheidung getroffen haben. Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck in nahezu allen Branchen.
Vor diesem Hintergrund setzen immer mehr Unternehmen auf ein Vertriebsmodell, das klare Verantwortlichkeiten schafft und die Effizienz deutlich steigern kann: das Setter-Closer-Prinzip.
Schritt Eins: Der Setter übernimmt
Der Setter initiiert den Erstkontakt, qualifiziert Leads und bereitet den Abschluss vor: So wird eine solide Basis für den weiteren Verkaufsprozess geschaffen.
Schritt Zwei: Der Closer schließt ab
Der Closer übernimmt die qualifizierten Leads, führt Verkaufsgespräche und sorgt für den erfolgreichen Abschluss, wodurch die Abschlussquote gesteigert wird.
Vorteil durch Spezialisierung
Durch die Spezialisierung auf unterschiedliche Rollen verbessert sich die Effizienz, Kundenzufriedenheit steigt und die Gesamtperformance im Vertrieb wird nachhaltig gesteigert.
Was steckt hinter dem Setter-Closer-Prinzip?
Das Grundprinzip ist einfach: Der Vertriebsprozess wird auf zwei spezialisierte Rollen aufgeteilt.
Der Setter übernimmt die Erstansprache potenzieller Kunden, qualifiziert Interessenten und vereinbart Gesprächstermine. Der Closer führt anschließend das Beratungsgespräch, beantwortet Fragen, behandelt Einwände und begleitet den Interessenten bis zum Vertragsabschluss.
Anstatt den gesamten Verkaufsprozess einer Person zu überlassen, konzentriert sich jeder auf den Bereich, in dem er den größten Mehrwert schaffen kann.
Die Rolle des Setters
Setter sind häufig der erste persönliche Kontakt zwischen einem Unternehmen und einem potenziellen Kunden. Ihre Aufgabe besteht darin, herauszufinden, ob tatsächlich Interesse besteht und ob die angebotene Lösung zum Bedarf des Interessenten passt.
Zu den typischen Aufgaben gehören:
- Kontaktaufnahme per Telefon, E-Mail oder Social Media
- Qualifizierung von Leads
- Ermittlung des Bedarfs
- Terminvereinbarung für den Closer
- Dokumentation relevanter Informationen im CRM-System
Ein guter Setter verkauft nicht aktiv das Produkt oder die Dienstleistung. Vielmehr sorgt er dafür, dass nur qualifizierte Interessenten in das nächste Gespräch gelangen. Dadurch wird die Zeit des Vertriebsteams deutlich effizienter genutzt.
Die Rolle des Closers
Während der Setter den Grundstein legt, übernimmt der Closer die entscheidende Phase des Verkaufsprozesses.
Seine Aufgaben umfassen:
- Durchführung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen
- Analyse der individuellen Kundensituation
- Vorstellung passender Lösungen
- Behandlung von Einwänden
- Vertrags- und Preisgespräche
- Abschluss des Verkaufs
Da Closer ihre Zeit nicht mit Akquise oder Terminorganisation verbringen müssen, können sie sich vollständig auf hochwertige Kundengespräche konzentrieren. Das führt häufig zu besseren Ergebnissen und höheren Abschlussquoten.
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Darum setzen immer mehr Unternehmen auf dieses Modell
Der größte Vorteil des Setter-Closer-Prinzips liegt in der Spezialisierung. Ähnlich wie in anderen Unternehmensbereichen können Mitarbeiter ihre Stärken gezielt einsetzen, anstatt zwischen völlig unterschiedlichen Aufgabenbereichen wechseln zu müssen.
Mehr Fokus im Vertrieb
Wer morgens Akquise betreibt, mittags Beratungsgespräche führt und nachmittags Angebote erstellt, muss ständig zwischen verschiedenen Denk- und Arbeitsweisen wechseln. Das kostet Energie und Konzentration.
Durch die Aufteilung in Setter und Closer entsteht ein klarer Fokus. Jeder Mitarbeiter weiß genau, welche Ziele er verfolgt und welche Aufgaben zu seinem Verantwortungsbereich gehören.
Höhere Abschlussquoten
Closer sprechen ausschließlich mit vorqualifizierten Interessenten. Dadurch sinkt die Anzahl unproduktiver Gespräche und die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlusses steigt.
Gleichzeitig erhalten Interessenten eine professionellere Betreuung, da beide Gesprächspartner auf ihre jeweilige Aufgabe spezialisiert sind.
Bessere Kundenerfahrung
Auch Kunden profitieren von dieser Struktur. Sie werden nicht wahllos durch einen Verkaufsprozess geführt, sondern erhalten zunächst eine gezielte Bedarfsanalyse und anschließend eine individuelle Beratung.
Dadurch entstehen oft kürzere Entscheidungswege und eine höhere Kundenzufriedenheit.
Einfachere Skalierung
Für wachsende Unternehmen bietet das Modell einen weiteren entscheidenden Vorteil: Es lässt sich deutlich einfacher skalieren.
Steigt die Anzahl der Anfragen, können zusätzliche Setter eingesetzt werden, um mehr qualifizierte Termine zu generieren. Gleichzeitig können erfahrene Closer ihre Kapazitäten auf die wirklich relevanten Gespräche konzentrieren.
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Für wen eignet sich das Setter-Closer-Prinzip?
Besonders erfolgreich wird dieses Modell häufig in Bereichen eingesetzt, in denen Produkte oder Dienstleistungen erklärungsbedürftig sind oder einen höheren Investitionsrahmen haben.
Dazu zählen beispielsweise:
- Agenturen
- Beratungsunternehmen
- Coaching-Anbieter
- Software- und SaaS-Unternehmen
- B2B-Dienstleister
- Immobilienunternehmen
- Anbieter hochpreisiger Produkte und Dienstleistungen
Je größer der Beratungsbedarf und je wichtiger das persönliche Gespräch für die Kaufentscheidung ist, desto stärker kann das Setter-Closer-Prinzip seine Vorteile ausspielen.
Erfolgsfaktor: Zusammenarbeit
Trotz aller Vorteile ist die bloße Einführung neuer Rollen noch kein Garant für bessere Vertriebsergebnisse. Entscheidend ist die Zusammenarbeit zwischen Setter und Closer.
Damit das Modell funktioniert, müssen Informationen sauber dokumentiert, Erwartungen klar kommuniziert und Qualifizierungskriterien eindeutig definiert werden. Nur wenn beide Rollen als Team agieren, entsteht ein reibungsloser Verkaufsprozess.
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Zusammenfassung
Das Setter-Closer-Prinzip hat sich in vielen Unternehmen als wirkungsvoller Ansatz etabliert, um Vertriebsprozesse effizienter zu gestalten und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen.
Durch die klare Trennung zwischen Lead-Qualifizierung und Verkaufsabschluss entstehen mehr Fokus, bessere Kundengespräche und häufig auch höhere Abschlussquoten. Unternehmen, die ihren Vertrieb professionalisieren und skalieren möchten, finden in diesem Modell einen bewährten Weg, um Interessenten strukturiert vom ersten Kontakt bis zum erfolgreichen Abschluss zu begleiten.
Denn erfolgreicher Vertrieb bedeutet heute nicht, alles selbst zu machen, sondern die richtigen Aufgaben den richtigen Spezialisten zu überlassen.
